Gesundheit erlangen - Frühling 2026

| 15 Titel Im Durchmesser verdreifacht: Prof. Dr. Francesco Pollari zeigt im CT-Schnittbild auf die vergrößerte Aorta. Herzchirurgische Klinik Telefon: 09131 85-33319 E-Mail: herz-sekretariat@uk-erlangen.de Der große Tag Am Tag des Eingriffs stand das Operationsteam unter Leitung von Prof. Cesnjevar ab 9.00 Uhr im OP-Saal und kämpfte um das Leben des Familienvaters. Die Öffnung des Thorax verlief ohne Komplikationen. Anschließend befreiten die Operateure das Herz von Vernarbungen und Verwachsungen, die von den zwei vorherigen Eingriffen zurückgeblieben waren. An der Stelle des Aneurysmas wurde ein klappentragender Conduit eingesetzt, eine Gefäßprothese mit eingenähter mechanischer Herzklappe. Auch die biologische Herzklappe an der Lungenschlagader zeigte nach fast 20 Jahren „Gebrauchsspuren“ – die Ärzte ersetzten also auch sie durch eine neue biologische Prothese. Um 16.00 Uhr war es endlich geschafft. Alexander B. kam nach der Narkose gerade wieder zu Bewusstsein, als eine Nachblutung an einer Naht festgestellt wurde. „Auch bei höchster Vorsicht lässt sich so etwas bei hochkomplexen Eingriffen leider nicht ausschließen“, erklärt Prof. Pollari. Der Patient musste notoperiert werden. „Ich bin kurz aufgewacht – und schon ging es weiter. Ich hatte gar keine Zeit, Angst zu haben“, erinnert er sich. Als er das nächste Mal aufwachte, war er verunsichert. War nun wirklich alles gut? Dann die Erlösung: Die behandelnden Ärzte bejahten. Als Alexander B. wieder bei vollem Bewusstsein war, griff er zum Smartphone und rief seine Frau an. „Das war sehr emotional“, erzählt er. Wenige Wochen später wurde er schließlich entlassen. Es folgte eine dreiwöchige Reha. Am 23. Dezember konnte der Patient – pünktlich zu Weihnachten – endlich nach Hause. Ein Geschenk fürs Leben Heute – mehrere Monate nach der Operation – kann Alexander B. sagen: „Mir gehts super!“ Blutverdünnende Medikamente begleiten ihn ab sofort täglich, und in einigen Jahren könnte ein weiterer Eingriff an der biologischen Lungenschlagaderklappe notwendig werden. Bis dahin jedoch kann er ein weitgehend normales, gesundes Leben führen. „Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie viel Glück ich hatte. Ich weiß mein Leben jetzt noch mehr zu schätzen“, bekräftigt der 44-Jährige und lächelt. Auch bei Prof. Pollari wird der Eingriff in Erinnerung bleiben: „Die Entfernung des Aneurysmas war hochriskant. Hinzu kam der angeborene Herzfehler und dadurch eine besondere Anatomie. Aber Prof. Cesnjevar verfügt über viel Erfahrung“, erklärt er. „Er war der richtige Mann für diese Operation.“ Video: Aortenaneurysma: Riskante OP mit Happy End www.gesundheit-erlangen.com Expertise für die Aorta Erkrankungen der Hauptschlagader werden am Uniklinikum Erlangen interdisziplinär im Aortenboard besprochen. Daran beteiligt sind Spezialistinnen und Spezialisten der Herzchirurgischen Klinik und der Gefäßchirurgischen Abteilung sowie des Radiologischen Instituts.

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