44 | Menschen Was denken andere über Sie, das nicht stimmt? Dass ich zu viel Kaffee trinke ... Oder sind sechs Tassen am Tag nicht normal? Sie dürfen eine Plakatwand am Erlanger Hauptbahnhof füllen: Was schreiben Sie drauf? „Zusammen ist besser als allein.“ – Ich finde, das gilt in vielen Lebenssituationen, ganz speziell aber im klinischen Alltag. In Zeiten hochspezialisierter Medizin ist es aus meiner Sicht ganz entscheidend, Kompetenzen zu bündeln, um das Beste für unsere Patientinnen und Patienten zu erreichen. Was ist Ihr „Guilty Pleasure“, also Ihr heimliches Vergnügen? Es gibt drei Dinge, die mich entspannen: Zeit in der Natur, beim Sport oder mit meiner Familie. Ganz besonders liebe ich es, mit meiner Familie, Freundinnen und Freunden am Sonntagnachmittag in der Fränkischen Schweiz Felsklettern zu gehen. Wir haben hier ja glücklicherweise eines der schönsten Klettergebiete direkt vor der Haustür. AUS DEM MEDIZINKÄSTCHEN Beinahe wäre er Musiker geworden, dann entschied er sich doch für die Medizin. Prof. Dr. Ulrich Rother erzählt vom Saxophonspielen, von seinem liebsten Sport und verrät, wie viele Tassen Kaffee er am Tag trinkt. INTERVIEW VON MAGDALENA HÖGNER Präzision am Gefäß und am Fels Wen würden Sie gerne mal auf einen Kaffee treffen und warum? Charlie Parker. Seine Kreativität und Virtuosität am Saxophon beeindrucken mich sehr. Während meiner Jugend war er für mich ein großes Vorbild und ein Anreiz, beim Saxophonspielen besser zu werden. Abgesehen von seinem musikalischen Talent war sein restlicher Lebenswandel leider nicht ganz so vorbildhaft – ein gemeinsamer Kaffee ist daher leider nicht mehr möglich. Welcher Patient am Uniklinikum Erlangen ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben und warum? Ein Patient mit einer geplatzten Bauchschlagader, den ich als junger Facharzt zum ersten Mal allein operieren durfte. Ich bin an diesem Tag mit einem mulmigen Gefühl in den OP-Saal gegangen. Nach der Operation zu sehen, dass ich einem Patienten in einer solch lebensbedrohlichen Situation helfen konnte, hat mich stolz und selbstbewusst gemacht. Seit 1. Oktober 2025 leitet Prof. Dr. Ulrich Rother die Gefäßchi- rurgische Abteilung des Uniklinikums Erlangen. Ein neues Gesicht ist er dort aber nicht: In den vergangenen Jahren war er zuletzt als leitender Oberarzt in der Gefäßchirurgie tätig.
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