Gesundheit erlangen - Frühling 2026

| 49 Kopfsache WIR FÜR SIE VOR ORT www.caritas-erlangen.de Weiterführende Informationen und Angebote rund um die Caritas finden Sie auf unserer Website: Ambulanter Pflegedienst Hammerbacherstraße 11 | Tel.: 09131 12 08 90 | pflege.erlangen@caritas-regio.de Betreutes Wohnen und Pflege Roncallistift Hammerbacherstraße 11 | Tel.: 09131 12 08 0 | info@roncallistift.de Allgemeine Soziale Beratung Mozartstraße 29 | Tel.: 09131 88 56 0 | sobe@caritas-erlangen.de Sozialpsychiatrischer Dienst Mozartstraße 29 | Tel.: 09131 88 56 0 | spdie@caritas-erlangen.de Anzeige tive Erfahrungen zu machen.“ Dabei hilft es laut dem Psychologen auch, hinderliche Glaubenssätze zu überwinden wie „Ich darf keine Schwäche zeigen“ oder „Ich muss meine Bedürfnisse immer zurückstellen“. Peter Mattenklodt erläutert: „Oft erlebt die Person, die ihre Gefühle ausdrückt, dass ihr neues Verhalten soziale Dynamiken eher verbessert.“ Johannes K. stimmt dem zu: Entgegen der Annahme, seine Frau würde ihn zurückweisen, wenn er ihr seine Gefühle mitteilt, erlebte er etwas ganz anderes: „Sie findet das super, weil sie jetzt viel besser versteht, was in mir vorgeht. So ein emotionaler Eisklotz bringt ihr einfach nichts. Diese offene Kommunikation hat die Beziehung zu meiner Frau auf jeden Fall verbessert“, berichtet er. Auch in anderen familiären Beziehungen trat keine der befürchteten „Katastrophen“ ein. Wenn seine Eltern ihn heute um einen Gefallen bitten, ihm das aber gerade zu viel ist, dann sagt Johannes K. auch mal Nein und bittet um Geduld – ohne sich zu rechtfertigen. „Früher hätte ich alles sofort erledigt, ohne auf mich zu achten.“ Der „neue Johannes“ – so nennt sich der Schmerzpatient heute selbst – war für andere, gerade für seine Eltern, Schwiegereltern und seinen großen Bruder, erst einmal ungewohnt, schließlich sei er jahrelang ein anderer gewesen. Aber überraschenderweise hätten alle seine Verhaltensänderung recht schnell akzeptiert. „Das alles wirkt sich so positiv auf meine Schmerzstärke aus, auf meine gesamte physische und psychische Gesundheit. Ich bin so dankbar, dass ich dadurch oft weniger Tabletten nehmen muss. Ich habe mehr Lebensqualität, bin weniger reizbar. Und am Ende geht es so auch meiner Familie besser“, betont er. Wenn seine Tochter ihn frage „Papa, wie geht es dir?“, dann gehe er mit ihr in den Austausch. „Und ich bin auch viel empfänglicher dafür geworden, wie sie sich fühlt – auch das habe ich aus der Therapie mitgenommen.“ Peter Mattenklodt ist leitender Psychologe des Schmerzzentrums des Uniklinikums Erlangen. Schmerzzentrum Telefon: 09131 85-32558 E-Mail: schmerzzentrum@uk-erlangen.de Video: Gefühle und Schmerzen www.gesundheit-erlangen.com

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