Gesundheit erlangen - Frühling 2026

Erforscht und entdeckt | 55 Studie zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen schenkt Hoffnung Schmerzen, Erschöpfung und viele Medikamente prägen den Alltag von Menschen mit schweren Autoimmunerkrankungen wie systemischem Lupus erythematodes oder systemischer Sklerose. Nun schenkt die CASTLE-Studie der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie sowie der Medizinischen Klinik 5 – Hämatologie und Internistische Onkologie des Uniklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Betroffenen neue Hoffnung: Die Ergebnisse zeigen, dass eine einmalige Infusion von CD19-CAR-T-Zellen die Erkrankungen nachhaltig stoppen kann. Die Behandlung stammt ursprünglich aus der Krebstherapie und wurde von Prof. Dr. med. univ. Georg Schett, Direktor der Medizin 3, und Prof. Dr. Andreas Mackensen, Direktor der MediEinmalige CAR-T-Zell-Infusion hilft zin 5, am Uniklinikum Erlangen erstmals gegen bestimmte Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Bei der CAR-T-Zell-Therapie werden Immunzellen (TLymphozyten) aus dem Blut der Patientinnen und Patienten entnommen und gentechnisch so verändert, dass sie das Oberflächenmolekül CD19 auf B-Lymphozyten erkennen. Diese sind bei vielen Autoimmunerkrankungen fehlgesteuert. Die verabreichten CD19-CAR-T-Zellen eliminieren die krankhaften BZellen; anschließend ersetzt der Körper sie durch neu gebildete, gesunde Zellen. Bei den 24 schwer erkrankten Teilnehmenden der CASTLE-Studie konnte eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands erreicht werden – sie waren auch ein Jahr nach der Behandlung noch therapie- und krankheitsfrei. Die Väter der CAR-T-Zell-Studie: Prof. Dr. med. univ. Georg Schett (vorn links) und Prof. Dr. Andreas Mackensen (vorn rechts), umgeben von Teilnehmenden der CASTLE-Studie.

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