Gesundheit erlangen - Frühling 2026

8 | Titel ANGEBORENER HERZFEHLER Schon in ihren ersten Lebenstagen beginnt für Wilma aufgrund eines angeborenen Herzfehlers ein langer, beschwerlicher Weg mit zahlreichen Operationen. Doch Wilmas Eltern und das ärztliche Team geben die Hoffnung nicht auf – und das Mädchen findet Schritt für Schritt ins Leben. VON MAGDALENA HÖGNER Ihre Äuglein strahlen. Der Mund ist weit offen, kleine Zähnchen blitzen hervor. Ein fröhliches Glucksen. Dass Wilma ein Sonnenschein ist, erkennt man sofort – mit neugierigen Augen und ansteckendem Lachen blickt sie der Welt entgegen. Doch ihr Leben war nicht immer so unbeschwert wie heute. Mit gerade einmal zwei Jahren hat das Mädchen bereits einen monatelangen Überlebenskampf hinter sich: neun Operationen, fünf Herzkathetereingriffe und fünf Monate Klinikaufenthalt. Der Grund: ein angeborener Herzfehler. „Sie lächelt unglaublich viel, schäkert mit fremden Menschen, ist einfach mega drauf!“, sagt Miriam F., die Mutter der Zweijährigen, und lacht. „Dass es ihr heute so gut geht, ist unglaublich. Man merkt ihr ihre lange Reise nicht an.“ Holpriger Start Im sechsten Schwangerschaftsmonat wurde bei Miriam F. eine singuläre Nabelschnurarterie festgestellt. Eine Feindiagnostik zeigte schließlich, dass das Herz ihres heranwachsenden Babys nicht vollständig ausgebildet war. Der behandelnde Arzt überwies Miriam F. daher ans Uniklinikum Erlangen. „Die Diagnose hat uns überrollt“, erinnert sich die heute 29-jährige Mutter. „Aber die Prognose war gut. Also waren wir vorsichtig zuversichtlich.“ Doch als Wilma im März 2024 auf die Welt kam, stellte sich der Herzfehler als deutlich gravierender heraus als gedacht. „Wilmas linke Herzhälfte war kleiner und damit leistungsschwächer als die Wilma will leben Auf in Mamas Arme: Fröhlich lachend läuft Wilma auf Miriam F. zu. In den ersten Lebensmonaten konnten sie nicht immer beieinander sein.

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