Gesundheit erlangen - Herbst 2026

In Deutschland leiden etwa 9,5 Millionen Menschen unter einer depressiven Erkrankung – Tendenz steigend. Im Laufe des Lebens ist beinahe jeder Fünfte von einer Depression betroffen. Psychische Erkrankungen sind in Deutschland der dritthäufigste Grund für Arbeitsunfähigkeit; hier ist die Depression die am häufigsten auftretende Diagnosegruppe. Anhand dieser Zahlen wird die hohe Relevanz depressiver Erkrankungen für jede einzelne Person, aber auch für die gesamte Gesellschaft deutlich. Die Spirale Betroffene schlagen sich oft lange Zeit alleine durch. Sie quälen sich durch den Alltag, schlafen nachts schlecht und sind tagsüber völlig erschöpft und antriebslos. Sie fühlen sich angespannt, können sich an nichts mehr freuen, sind gedrückt, traurig und gleichermaßen hilf- und ratlos. Immer mehr sinkt auch das Selbstwertgefühl. In quälendes Grübeln, Zukunftssorgen und Gedankenkreisen mischen sich nach einiger Zeit oft erste lebensmüde Gedanken. Später können konkrete Suizidgedanken auftreten, die sich durch Selbstvorwürfe, das Gefühl, anderen eine Last zu sein und eine zunehmend negative Zukunftsperspektive immer mehr verstärken können. Viele Betroffene haben sich zu diesem Zeitpunkt sozial bereits stark zurückgezogen oder gar isoliert. Sie leben in dem Gefühl, mit dieser Belastung und den verbundenen Symptomen alleine dazustehen und denken, dass andere kaum oder gar nicht nachvollziehen können, wie es ihnen geht. Sie drehen sich in einer Spirale von Schuld- und Schamgefühlen, Verzweiflung, Entmutigung und Resignation immer mehr nach unten. Gemein. Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH Oberend 29, 96110 Scheßlitz www.gkg-bamberg.de Am Eichelberg 1, 96138 Burgebrach Tel.: 09546 88-510 E-Mail: sekretariatps@gkg-bamberg.de Dr. Christoph Lehner Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Chefarzt der Fachabteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der GKG Advertorial Ausgebrannt und ohne Freude Unterstützung bei depressiven Erkrankungen Die Ursachen Die Ursachen für depressive Erkrankungen sind vielfältig. Genetische, biologisch-körperliche und lebensgeschichtliche Hintergründe spielen dabei ebenso eine Rolle wie belastende Lebensumstände und dauerhafter starker Stress. Bestimmte Persönlichkeitsfaktoren und die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahre tragen zusätzlich ihren Teil bei. Die Behandlung Depressionen sind heute sehr gut behandelbar. Die Möglichkeiten reichen von ambulanter fachärztlicher und fachpsychologischer Behandlung bis hin zu tagesklinischen und stationären Klinikaufenthalten mit der Möglichkeit folgender ambulanter Weiterbehandlung. In der Klinik ist nach angemessener, professioneller psychischer und körperlicher Diagnostik eine multimodale Behandlung möglich, die durch Zusammenwirkung verschiedener Bereiche auf Besserung der Symptome, Entlastung und Stabilisierung abzielt (Einzel- und Gruppengespräche; Kunst-, Musik-, Körper- und Physiotherapie einzeln und in der Gruppe; medikamentöse Unterstützung, falls erforderlich; Entspannungs- und Achtsamkeitstraining; Sozialberatung; Gesundheitsinformationsgruppen; fachliche Pflege mit Bezugspflegesystem und Fachpflegegruppen usw.). Eine umfassende und effektive Behandlung braucht natürlich Zeit und Geduld, denn nachhaltige Veränderungen lassen sich meist nur schrittweise in einem längeren Behandlungsprozess erarbeiten und festigen. 52 |

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