fene infrage, deren Krebszellen kein oder nur eine kleine Menge des Proteins PD-L1 enthalten. „Mit der neuen Kombi können wir die aktuellen Nebenwirkungen um rund 50 Prozent reduzieren“, zeigt sich Carola Berking zuversichtlich. „Wenn jemand also beispielsweise sehr große Angst vor unerwünschten Wirkungen hat oder wenn zusätzlich andere Vorerkrankungen bestehen, haben wir jetzt eine neue Alternative.“ Zudem arbeiten Krebsforscherinnen und -forscher mit tumorinfiltrierenden Lymphozyten. Dazu entnehmen sie Abwehrzellen aus dem Tumor, bereiten sie auf und verabreichen sie der erkrankten Person als Infusion. „Die Therapie ist anspruchsvoll und bisher noch experimentell. Die Patientinnen und Patienten müssen sehr fit sein, weil sie vorher eine anstrengende Chemotherapie bekommen“, erläutert Prof. Berking. Die bisher beobachtete Wirkung sei aber vielversprechend. Große Hoffnungen setzen Forschende auch in die T-Zell-RezeptorTherapie. Dabei handelt es sich um eine Zelltherapie, bei der patienteneigene T-Zellen genetisch so verändert werden, dass sie tumorspezifische Antigene erkennen und Krebszellen gezielt angreifen. Und auch individualisierte Krebsimpfstoffe werden aktuell in Studien erprobt. Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass damit das Rückfallrisiko von Hochrisikopatientinnen und -patienten um 50 Prozent gesenkt werden könnte. Marija P. sagt, sie sei heute nicht mehr dieselbe – schneller erschöpft, mit schlechteren Augen und in der Erwerbsminderungsrente. Aber sie lebt. „Der Krebs hat mir viel genommen, aber er hat mir auch viel gegeben“, erklärt sie. „Ich weiß, wer meine Freunde sind, ich bin dankbar für meine Kinder, meine Familie und meinen Partner und bestärkt in meinem Glauben.“ Ihre Vertraute sagt: „Ich denke schon, dass eine Freundin in so einer Klinikdirektorin Prof. Dr. Carola Berking und Oberarzt PD Dr. Michael Erdmann vor einem modernen 3D-Ganzkörperscanner zur Hautkrebserkennung Situation eine große Hilfe ist – auch bei dem ganzen Papierkram und bei allen finanziellen Sorgen, die sich an so eine Erkrankung anschließen, wenn man nicht mehr arbeiten kann. Das Sozialsystem lässt einen da leider ziemlich im Stich.“ Marija P. ist sich sicher: „Du wurdest mir geschickt, genau zur richtigen Zeit.“ Hautklinik Sprechstunde für Hauttumorerkrankungen Telefonische Terminvereinbarung: 09131 85-33842 (8.00–11.00 Uhr) E-Mail: hochschulambulanz.de@uk-erlangen.de www.hautklinik.uk-erlangen.de Infoportal Hautkrebs www.infoportal-hautkrebs.de | 11 Titel
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