Gesundheit erlangen - Sommer 2026

lastung einhergeht: Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen wird eine psychische Erkrankung diagnostiziert, meist Angststörungen oder Depressionen. Gemeinsam stark Georg Pliszewski ist ein Beispiel dafür, dass es nicht immer so sein muss. „Mir ging es damit gut“, sagt er heute. Dass dem so ist, führt er unter anderem darauf zurück: „Ich hatte beruflich immer viel mit Menschen zu tun – die allermeisten haben positiv auf mich reagiert. So konnte erst gar keine Angst vor der Ablehnung entstehen.“ Zugleich habe er früh begonnen, sich intensiv mit seiner Erkrankung auseinanderzusetzen: „Als in den 90erJahren das Internet eingeführt wurde, habe ich mich dort auf die Suche nach anderen Betroffenen gemacht. Dieser Erfahrungsaustausch war für mich sehr wertvoll.“ Im Oktober 2006 gründete er den Deutschen Vitiligo-Bund e. V. mit, eine bundesweite Selbsthilfeorganisation. Seit 20 Jahren setzt sich die Vereinigung nun schon für Betroffene ein, etwa indem sie aufklärt, berät und informiert, Menschen mit Vitiligo im In- und Ausland vernetzt und das Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten, Krankenkassen, politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern sowie der breiten Öffentlichkeit sucht. Unter anderem durch dieses Engagement wurde Vitiligo 2020 als behandlungsbedürftige Krankheit eingestuft. „Das war für uns ein Meilenstein, denn Vitiligo ist kein kosmetisches Problem. Aufgrund der oft hohen psychischen Belastung handelt es sich um eine ernst zu nehmende Erkrankung“, betont Georg Pliszewski. Auch Dr. Hartmann teilt diese Einschätzung. Zugleich sieht sie weiteren Handlungsbedarf: → Sonnenschutz nicht vergessen! Da das Pigment Melanin nicht nur den Hautton bestimmt, sondern auch vor schädlicher UV-Strahlung schützt, reagieren von Vitiligo betroffene Hautstellen besonders empfindlich auf Sonne. Titel | 13

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