Gesundheit erlangen - Sommer 2026

Ich fahre in den Urlaub und nehme mit … SPRECHSTUNDE Ob Strandurlaub, Hüttentour oder City-Trip – eine Reiseapotheke sollte immer im Gepäck sein. Doch was muss wirklich rein? Wie lassen sich Medikamente sicher transportieren? Und was hilft bei Reisedurchfall? Zwei Apothekerinnen des Uniklinikums Erlangen geben praktische Tipps für unterwegs. INTERVIEW VON MAGDALENA HÖGNER Frau Hepp und Frau Weihberger, warum ist eine gut ausgestattete Reiseapotheke wichtig? Lea-Marie Hepp: Sie ist sinnvoll, um bei Krankheit oder Verletzungen schnell handeln zu können – auch dann, wenn ärztliche Hilfe nicht sofort verfügbar ist. Zudem hat man dann Medikamente dabei, deren Anwendung und Verträglichkeit bereits bekannt sind. Was gehört standardmäßig in die Reiseapotheke? Hannah Weihberger: Das ist individuell unterschiedlich, da jeder Mensch eigene gesundheitliche „Schwachstellen“ hat. Auch das Reiseziel und die Art des Urlaubs spielen eine wichtige Rolle. Unsere Online-Checkliste verschafft eine erste Orientierung. Was ist zum Beispiel bei einem Aktivurlaub, etwa einer Hüttenwanderung, zu beachten? Lea-Marie Hepp: Vor allem bei Touren in abgelegenen Regionen ist es wichtig, ausreichend Erste-HilfeMaterial dabeizuhaben, da medizinische Hilfe dort oft nicht sofort verfügbar ist. Zusätzlich sind Salben gegen Prellungen oder Verstauchungen empfehlenswert. Was sollte man bei Reisen mit Kindern dabeihaben? Hannah Weihberger: Wichtig ist, auf kindgerechte Darreichungsformen und Dosierungen zu achten, zum Beispiel Ibuprofen als Saft oder Paracetamol in Form von Zäpfchen. Zudem reagieren Kinder oft empfindlicher auf ungewohnte Medikamente. Deshalb ist es sinnvoll, auf bewährte Präparate zurückzugreifen. Welche Vorkehrungen sollten Personen treffen, die dauerhaft Medikamente einnehmen? Lea-Marie Hepp: Bei Auslandsreisen sollte unbedingt eine Kopie des Rezepts oder eine ärztliche Bescheinigung mitgeführt werden. Außerdem empfiehlt es sich, eine ausreichende Menge mitzunehmen, die nicht nur den Bedarf deckt, sondern auch eine Reserve enthält. Zudem kann es sinnvoll sein, die Medikation auf verschiedene Gepäckstücke zu verteilen. Falls dennoch etwas verloren geht, hilft es, neben dem Präparatenamen auch den Wirkstoff zu kennen, damit man im Ausland nach Ersatz fragen kann. 26 | Medizin

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