Gesundheit erlangen - Sommer 2026

lösende Nachricht: Es gibt ein passendes Spenderorgan für Barbara! Die Verabschiedung von ihren Eltern vor der Operation hat sich in Barbara Hobmeiers Gedächtnis eingebrannt. „Mir war bewusst: Entweder gelingt der Eingriff oder ich sehe Mama und Papa nie wieder.“ Die Transplantation war erfolgreich – und das zehnjährige Mädchen bekam eine Zukunft geschenkt. Die Frage nach dem Spenderausweis Heute, 32 Jahre später, lebt Barbara Hobmeier in Altötting, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Seit zehn Jahren engagiert sie sich aktiv für Organspende: Sie hält Vorträge, besucht Schulen, erzählt ihre Geschichte und verleiht einer abstrakten Zahl ein Gesicht: 8.199. So viele Menschen standen 2025 in Deutschland auf der Warteliste für ein Spenderorgan – darunter auch viele Kinder und Jugendliche. „Das Thema Organspende ist nach wie vor ein Tabuthema. Ich möchte mit meiner Geschichte Mut machen – sowohl Betroffenen auf der Warteliste als auch Menschen, die sich in der Frage nach einem Organspendeausweis noch unschlüssig sind“, sagt Barbara Hobmeier. Dabei gehe es ihr nicht darum, dass jede und jeder Ja ankreuzt. „Mir ist es wichtig, dass man sich aktiv mit der Frage auseinandersetzt – ganz unabhängig davon, wie die Entscheidung ausfällt“, betont sie. Ein Leben vervielfacht Wie viel sie ihrem Spender zu verdanken hat, macht sich Barbara Hobmeier jeden Tag aufs Neue bewusst. Vor jedem ihrer Organspende-Vorträge zündet sie eine Kerze für ihn an und auch im Alltag denkt sie oft an ihn. „Der 2. Juni, der Tag meiner Transplantation, ist mit Trauer und tiefer Dankbarkeit verbunden – um und für einen jungen Mann, der an diesem Tag sein Leben verlor, und eine Familie, die an diesem Tag ihren Sohn verabschieden musste“, sagt sie. „Ein Angehöriger eines Spenders sagte einmal zu mir: ,Mit deinen Töchtern hast du das Leben, das dir anvertraut wurde, multipliziert‘“, erinnert sich Barbara Hobmeier. „Dieser Satz begleitet mich bis heute.“ Zeitreise im BR Fernsehen Bei ihrem Besuch am Uniklinikum Erlangen wurde Barbara Hobmeier von einem Filmteam begleitet. Die Reportage „Mein geschenktes Organ“ läuft am Montag, 13. Juli 2026, um 22.00 Uhr im BR Fernsehen. Mit der Organspende wurde nicht nur Barbara Hobmeier ein neues Leben anvertraut – sie durfte es mit der Geburt ihrer Töchter sogar weiterschenken. Organspenderegister Seit 2024 gibt es in Deutschland das Organspende- register. Der Eintrag ist freiwillig, kostenlos und jederzeit änderbar. Das Register ergänzt den klassischen Organspendeausweis. www.organspende-register.de/ erklaerendenportal 110 Organe transplantiert Im vergangenen Jahr konnten am Transplantationszentrum Erlangen-Nürnberg 110 Personen erfolgreich transplantiert werden – davon erhielten 42 eine Lebendnierenspende. Video: Wunder Organspende www.gesundheit-erlangen.com | 31 Medizin

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