Gesundheit erlangen - Herbst 2026

| 15 Titel Gefäßchirurgie Telefon: 09131 85-32968 E-Mail: gefaesschirurgie-sekr@uk-erlangen.de www.gefaesschirurgie.uk-erlangen.de Herzchirurgie Telefon: 09131 85-33319 E-Mail: herz-sekretariat@uk-erlangen.de www.herzchirurgie.uk-erlangen.de Aortenerkrankungen gehören in ein universitäres Zentrum. Prof. Dr. Ulrich Rother Im Aortenboard diskutieren PD Dr. Axel Schmid (r.), Prof. Dr. Ulrich Rother (2. v. r.), Prof. Dr. Robert Cesnjevar (3. v. r.) und andere Kolleginnen und Kollegen das beste therapeutische Vorgehen für ihre Patientinnen und Patienten. war und wie schnell ich mich davon erholt habe“, berichtet Hannes R. „Ich war maximal eine Woche im Krankenhaus und habe schon nach vier Wochen wieder etwas mit Freunden unternommen.“ Ob letztlich offen-chirurgisch oder endovaskulär per Katheter behandelt wird, entscheidet das Aorten- board. Laut den Gefäßexperten lasse sich heute grundsätzlich immer mehr endovaskulär durchführen. Aber Axel Schmid gibt zu bedenken: „Wenn die Leistenarterie nicht groß genug ist, kann man da keine gefaltete Prothese durchschieben. Wenn die Aorta starke Knicks hat, legt sich die Prothese da vielleicht nicht gut hinein. Wie alt ist der Patient? Was bedeutet welcher Eingriff für den Organismus? Das sind alles Dinge, die wir berücksichtigen. Man muss an einem Zentrum immer alles beherrschen, sonst bekommt man Schlagseite und macht nur das, was man gut kann. Wir wollen aber das machen, was der Patientin oder dem Patienten individuell am besten hilft. Deshalb haben wir alles parat.“ Wie ist die Prognose? Nach einem Aorteneingriff können Patientinnen und Patienten trotzdem ein aktives Leben führen. „Sport ist sogar sehr gut für die Langzeitprognose, weil unsere Patientinnen und Patienten ja ohnehin oft ein Herz-Kreislauf-Risiko mitbringen“, erklärt Prof. Rother. Robert Cesnjevar ergänzt: „Es gibt aber drei Ausnahmen: Bungee Jumping, Achterbahnfahrten mit krassen Fliehkräften und Tiefseetauchen.“ Prof. Rother: „Wichtig sind auch ein Rauchstopp, eine gesunde Ernährung und ein gut eingestellter Blutdruck.“ Um einen gesunden Lebensstil hat sich Hannes R. bereits gekümmert. Anstrengende Monate liegen hinter ihm. „Die Zeit bis zur OP ist das, was einen mental am meisten herausfordert. Natürlich hat man Angst, dass bis dahin irgendetwas passiert“, räumt er ein. „Aber wenn das Gefäß mit einer Prothese versorgt ist, fühle ich mich jedes Mal wieder sicher und kann weiter mein normales Leben führen.“ Screening wahrnehmen Männer ab 65 Jahren haben Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta. Dabei wird geprüft, ob das Gefäß krankhaft erweitert ist. Auch Frauen ab 65 Jahren, die rauchen, können das Screening wahrnehmen.

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