Gesundheit erlangen - Herbst 2026

6 | Neues aus dem Uniklinikum Mit einem Spatenstich haben im Juli 2026 die Bauarbeiten für CARE-MED auf dem Forschungscampus Nord des Uniklinikums Erlangen begonnen. Das „Center for AI-based Real-time Medical Diagnostics and Therapy“ schafft eine Forschungsumgebung, in der Bild- und Sensordaten mit medizinischen Versorgungsdaten zusammengeführt und mithilfe von KI ausgewertet werden. Insbesondere Menschen mit chronisch-degenerativen, entzündlichen und onkologischen Erkrankungen sollen so von früheren und präziseren Diagnosen und individuellen Therapien profitieren. Forschungsbau des Uniklinikums Erlangen für KI-gestützte Präzisionsmedizin Spatenstich für CARE-MED In dem neuen Gebäude entstehen moderne Bildgebungs- und Sensoriklabore. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Magnetresonanztomograf, ein CBogen und ein Motion-CaptureSystem. Rund 100 Forschende aus Medizin, Physik, Ingenieurwissenschaften und Informatik sollen im CARE-MED zusammenarbeiten. Das rund 60 Millionen Euro teure Gebäude wird vom Bund und vom Freistaat Bayern finanziert. Der Rohbau soll Ende 2027 fertig sein, die Inbetriebnahme ist für Ende 2028 geplant. CARE-MED ist ein Projekt des Uniklinikums Erlangen, der FAU und des Fraunhofer IIS. Seit Mai 2026 ist Prof. Dr. Dr. Florian Rosar der neue Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. Einer seiner Schwerpunkte ist die Theranostik – die Verbindung von präziser Diagnostik und gezielter Therapie, insbesondere bei Krebserkrankungen. Dabei kommen radioaktiv markierte Substanzen, sogenannte Tracer, zum Einsatz, die gezielt an bestimmte Strukturen von Tumorzellen binden. Zunächst macht ein diagnostischer Tracer Tumorherde mittels einer PET/CT- oder SPECT/CT-Bildgebung sichtbar. Anschließend kann Prof. Dr. Dr. Florian Rosar ist neuer Direktor der Nuklearmedizinischen Klinik Mit Theranostik gezielt gegen Krebs ein therapeutischer Tracer dieselben Zielstrukturen nutzen, um diese Tumorherde direkt vor Ort zu bestrahlen. Gemeinsam mit seinem Team möchte Prof. Rosar innovative Radiopharmaka und neue theranostische Verfahren entwickeln und in die klinische Anwendung überführen. Neben Prostatakrebs sollen künftig auch Darm-, Lungen- und Brustkrebs sowie bösartige Bluterkrankungen stärker in den Fokus rücken. Langfristiges Ziel ist es, die Erlanger Nuklearmedizin zu einem international sichtbaren Exzellenzzentrum weiterzuentwickeln.

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