8 | Titel CAROTISSTENOSE Eine Verengung der Halsschlagader bleibt oft lange unbemerkt – kann das Schlaganfallrisiko aber deutlich erhöhen. Wird sie rechtzeitig entdeckt, lässt sie sich in vielen Fällen gut behandeln. VON MAGDALENA HÖGNER „Ich war schon immer ein harter Knochen!“, sagt Monika F. und lacht. Die 71-Jährige strahlt Lebensfreude und Tatendrang aus. Wäre Eigenverantwortung eine Person, könnte sie ihren Namen tragen: Vor etwa anderthalb Jahren erhielt die Forchheimerin die Diagnose Typ-2-Diabetes. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, stellte sie ihr Leben grundlegend um: Sie nahm zehn Kilogramm ab, geht seither zweimal pro Woche ins Fitnessstudio und ernährt sich gesund. „Ich konnte mein ganzes Leben alles essen und trinken, was ich wollte. Dann kann ich jetzt auch mal auf meine Naschereien verzichten“, erklärt Monika F. heute schmunzelnd. Und auch als bei ihr Anfang des Jahres eine Carotisstenose – eine Verengung der Halsschlagader durch Gefäßablagerungen – festgestellt wurde, reagierte sie gefasst: „Na gut, das ist jetzt so. Dann mache ich eben das Beste daraus und lasse mich operieren.“ „Deutschlandweit sind jährlich rund 30.000 Schlaganfälle auf eine höhergradige Verengung oder einen Verschluss der Halsschlagader zurückzuführen“, erklärt Dr. Veronika Almási-Sperling, geschäftsführende Oberärztin der Gefäßchirurgischen Abteilung des Uniklinikums Erlangen. „ZuDen Engpass gemeistert gleich variiert das Schlaganfallrisiko bei einer Carotisstenose von Person zu Person – je nach Stelle, Grad und Beschaffenheit der Verengung.“ So ist etwa eine Stenose der inneren Halsschlagader, die für die Sauerstoffversorgung des Gehirns verantwortlich ist, deutlich gefährlicher als eine Stenose der äußeren Halsschlagader. Auch die Art der Ablagerungen ist entscheidend: „Weiche oder instabile Plaques können leichter aufbrechen als harte. Dabei können sich Bestandteile lösen, mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verschließen“, so die Oberärztin. Eine oft unsichtbare Gefahr Die Carotisstenose war bei Monika F. ein Zufallsbefund: „Da ich in der Vergangenheit bereits eine behandlungsbedürftige Verkalkung einer Beinarterie hatte und das Risiko für Gefäßablagerungen aufgrund meines Diabetes und einer familiären Vorbelastung insgesamt erhöht ist, riet mir meine Hausärztin dazu, mich einmal vollständig durchchecken zu lassen“, erinnert sich die 71-Jährige. Eine Ultraschalldiagnostik und eine CT-Bildgebung
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