Gesundheit erlangen - Sommer 2026

Beim Kreativabend kommen Survivor wie Nico, Jarl und Emilia mit Patientinnen wie Yeliz ins Gespräch. Neben Themen wie Hobbys, Familie und Schule geht es dabei auch um persönliche Erfahrungen und Fragen zur Krebstherapie. Mentor zu sein heißt, wieder Selbstwirksamkeit zu erleben. Ulrike Hetzner Zehnjährige. Sportlich interessiere sie sich aber vor allem für Taekwondo und Schwimmen. „Ah, ich habe auch mal Taekwondo gemacht!“, hakt Mentorin Emilia ein. „Ich war schon bei vielen Wettkämpfen“, erzählt Yeliz weiter, „zum Beispiel in Innsbruck. Ich habe auch schon Gold geholt“, berichtet sie stolz. „Beim letzten Mal habe ich dann schlecht Luft bekommen. Mein Papa meinte, ich muss an meiner Atmung arbeiten. Aber dann kam raus, dass die Schwellung am Hals von meiner Krebserkrankung kam. Wenn die Chemo vorbei ist, kann ich wieder besser atmen.“ Das Mentoren-Team erkundigt sich bei Yeliz nach weiteren Hobbys, nach ihren Geschwistern und Haustieren. „Wenn alles gut läuft, dürfen wir Samstag zwei Tage nach Hause“, freut sich das Mädchen. Im Nebenraum berichtet Yeliz’ Vater, seine Tochter sei für alles zu begeistern: ob Karottenschälen beim Freitagskochen in der Elternküche, Schlagzeugspielen in der Musiktherapie oder Basteln mit den Mentorinnen und Mentoren. Yeliz besuche die vierte Klasse, wolle unbedingt aufs Gymnasium. „Sie liebt die Schule, geht weiterhin mit Perücke und Maske zum Unterricht. Sie hat Ziele. Und der Sport gibt ihr Stärke“, sagt er. „Das Mentorenprogramm ist wirklich ein ganz tolles Projekt. Es bedeutet ihr viel, sich mit anderen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.“ Wir kommen zu dir Doch nicht alle krebskranken Kinder und Jugendlichen können die Gruppenangebote wahrnehmen. Manche müssen in Isolierzimmern bleiben, um sich vor Infekten zu schützen. Andere fühlen sich einfach zu schlapp oder sind nicht in Stimmung. Zu Beginn gehen die Survivor deshalb grundsätzlich bei allen vorbei, stellen sich und ihr → Ulrike Hetzner ist Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Pädiatrische Psychoonkologin. Nach jedem Stationsbesuch reflektiert sie das Erlebte gemeinsam mit den Mentorinnen und Mentoren und ist auch sonst immer ansprechbar für sie. | 23 Feature

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