Gesundheit erlangen - Sommer 2026

Glaube, Freundschaft, Hoffnung MELANOM Bevor es Immuntherapien gab, war fortgeschrittener schwarzer Hautkrebs oft ein Todesurteil. Welche neuen Behandlungen es heute gibt und was das Erkrankungsrisiko senken kann. VON FRANZISKA MÄNNEL Im Juli 2026 feiert Marija P. ihren 58. Geburtstag. Dass sie den noch erleben kann, verdankt sie einer Immuntherapie gegen schwarzen Hautkrebs. „Es ist ein Wunder“, sagt sie. Und Prof. Dr. Carola Berking, Direktorin der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen, stellt klar: „Vor zehn Jahren wären Patientinnen wie sie innerhalb eines halben Jahres gestorben.“ Heute haben Krebsexpertinnen und -experten neue Behandlungsoptionen gegen das maligne Melanom – selbst, wenn es schon tief in die Haut hineingewachsen ist oder bereits Metastasen gebildet hat. Im Mai 2024 tastete Marija P. plötzlich Knoten am Hals, hinter ihrem rechten Ohr, an Schlüsselbein, Brust und Arm. Später fand sie blaue Flecken auf der Haut, ohne sich gestoßen zu haben. Ein Knoten an ihrer Schilddrüse, der im Klinikum Fürth untersucht wurde, stellte sich als Metastase heraus: Marija P. hatte schwarzen Hautkrebs, der bereits gestreut hatte. „Es war sehr schwer“, sagt sie und schließt die Augen, damit ihr nicht die Tränen kommen. Bis dahin hatte Marija P. selbst im Patientenservice einer Klinik gearbeitet, sah viele Hautkrebs vorbeugen Sonnenschutz: gut eincremen (mind. Lichtschutzfaktor 30, besser 50), Schatten suchen, Mittagssonne meiden, die Haut mit langer Kleidung schützen, Sonnenbrille und -hut tragen, Sonnenbrände vermeiden (vor allem in der Kindheit) UV-Index: „Prüfen Sie den aktuellen UV-Index per Wetter-App“, empfiehlt Carola Berking. Bei Stufe 1 bis 2 ist kein Schutz erforderlich, von 3 bis 7 wird er empfohlen und ab 8 ist er absolut notwendig. Hautkrebsscreening: „Auch wenn es aktuell Kürzungspläne gibt, befürworte ich das Hautkrebsscreening, vor allem für Risikogruppen. Je früher ein Melanom entdeckt wird, desto besser“, so die Meinung von Prof. Berking. Persönliches Risiko beachten: Neben der UVStrahlung der Sonne erhöhen auch Solarienbesuche, Hautkrebsfälle in der Familie, helle Haut, viele Muttermale, Sonnenbrände in der Kindheit und ein höheres Lebensalter das persönliche Hautkrebsrisiko. 8 | Titel

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