| 33 Medizin Wie kommt es zum Grauen Star? Die Eintrübung der Linse entsteht durch Eiweiße, die sich im Laufe des Lebens verändern: Sie verlieren ihre ursprüngliche Struktur, verklumpen und lagern sich in der Linse ab. Neben dem Alter können unter anderem auch Diabetes, Rauchen, starker Alkoholkonsum, Augenverletzungen, viel UV-Licht oder bestimmte Medikamente das Kataraktrisiko erhöhen. blieb, sank das Risiko für chronische Entzündungen. Auch eine erneute Erblindung konnte so vermieden werden. Bis heute gilt dieser Eingriff als die erste Kataraktextraktion – und war ein wichtiger Meilenstein in der Behandlung des Grauen Stars. Die erste Kunstlinse Zwar konnten spezielle Starbrillen einstweilen die Weitsichtigkeit der zuvor Operierten etwas ausgleichen. Doch ihre Gläser waren extrem dick und schwer, sie vergrößerten stark und schränkten das Sichtfeld ein. Erst dem britischen Augenarzt Harold Ridley gelang der entscheidende Durchbruch – infolge einer Beobachtung, die er während des Zweiten Weltkriegs machte: Piloten, die durch den Beschuss ihrer Kampfflugzeuge Splitter aus Acrylglas ins Auge bekamen, zeigten beinahe keine Fremdkörperreaktion. Ridleys Idee: Nach der Entfernung der trüben Linse soll das Auge einen künstlichen Ersatz erhalten. Dieser könnte die Funktion der natürlichen Linse übernehmen, das Licht brechen und so die dicken, schweren Starbrillen überflüssig machen. 1949 setzte Harold Ridley schließlich als Erster erfolgreich eine Kunstlinse aus Acrylglas ins Auge eines Patienten ein. Inspiration Zahnheilkunde Eine weitere Zäsur in der Kataraktbehandlung nahm zur selben Zeit ihren Anfang – und zwar in einer Zahnarztpraxis in den USA. Als der New Yorker Augenarzt Charles Kelman zur ultraschallgestützten Zahnreinigung auf dem Behandlungsstuhl seines Zahnarztes saß, überlegte er, ob → Zeichnung eines Starstichs von 1793 Die Trübung der Linse ist oft auch von außen sichtbar.
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