34 | Medizin ES KOMMT DIE ZEIT, DA BRAUCHT ES KIESER. Kieser Erlangen | Carl-Thiersch-Straße 2 | kieser.de 1 MONAT KOSTENLOS TRAINIEREN* * Gilt bei Aboabschluss im genannten Studio. Anzeige Fortsetzung von S. 33 sich diese Methode nicht auch auf das Auge übertragen ließe. Anstatt die gesamte Linse zu entfernen, könnte man sie mithilfe von sanftem Ultraschall im Auge zerkleinern und dann über ein kleines Röhrchen absaugen, so Kelmans Vision. Aus dieser Idee entwickelte der Augenarzt in den 1960er-Jahren die Phakoemulsifikation. Diese wurde mit der Zeit optimiert und brachte die Kataraktchirurgie entscheidend voran: Das Auge wurde deutlich weniger belastet als bei bisherigen Verfahren, der Schnitt konnte kleiner ausfallen und die Heilung verlief schneller. Mit immer besseren Ultraschallgeräten und Operationsmikroskopen sowie wachsender Erfahrung etablierte sich die Phakoemulsifikation schließlich als Standardverfahren zur Kataraktentfernung. Nachdem nun die Linse schonend durch eine kleine Öffnung entfernt werden konnte, stellte sich noch eine weitere Frage: Wie lässt sich die neue Kunstlinse durch einen ebenso kleinen Schnitt ins Auge einbringen? Die Antwort waren faltbare Intraokularlinsen. Diese wurden zusammengerollt eingesetzt und entfalteten sich erst im Auge. Dadurch konnten die Schnitte weiter verkleinert, das Auge weniger belastet und die Erholung zusätzlich erleichtert werden. Weitverbreitet Etwa ein Fünftel der 65- bis 74-Jährigen hat einen Grauen Star. Häufig sind beide Augen betroffen – oft zeitversetzt. In der modernen Kataraktchirurgie wird die getrübte Linse durch eine Kunstlinse ersetzt.
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