Gesundheit erlangen - Herbst 2026

Wo steckt es drin? Gute Zinkquellen sind Fleisch, Käse, Eier und Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen und Vollkornprodukte. Einweichen, Fermentieren, Keimen und eine langsame Sauerteigführung können die Zinkaufnahme verbessern, indem sie den Pflanzenstoff Phytat in Getreide, Hülsenfrüchten und Samen abbauen. Wirksam bei Erkältungen? Neueste Studien deuten darauf hin, dass Zink Erkältungen kaum oder gar nicht verhindert. Wird es jedoch kurz nach Beginn der Beschwerden eingesetzt, kann es die Erkrankungsdauer eventuell verkürzen. Zinkhaltige Nasensprays sollten jedoch vermieden werden, weil sie mit dem Verlust des Geruchssinns in Verbindung stehen. Wichtig für Wachstum Da Zink für die DNA- und Proteinsynthese, die Zellteilung und das Gewebewachstum benötigt wird, ist es während der Schwangerschaft besonders relevant. Viele Schwangerschafts-Multivitamine enthalten bereits Zink; zusätzliche Präparate sollten deshalb nur bei einer tatsächlichen Unterversorgung eingesetzt werden. Für die Augen In bestimmten Stadien der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) kann eine Kombination aus Zink, Antioxidantien und Kupfer das Fortschreiten der AMD verlangsamen. Die untersuchten Präparate verhinderten jedoch weder das erstmalige Auftreten einer AMD noch einen Grauen Star. Hilfe für die Haut Zink unterstützt Zellvermehrung, Kollagenbildung, Entzündungsregulation und Immunabwehr und ist damit auch für die Wundheilung – von innen heraus – erforderlich. Äußerlich angewendet, bildet Zinksalbe einen Schutzfilm, u. a. bei wunder, aufgeweichter oder nässender Haut. Auf größere offene Wunden sollte die Salbe aber nicht aufgetragen werden. Ziemlich zentral: Zink MITTEL DER WAHL Das Spurenelement übernimmt wichtige Aufgaben im Körper und ein Defizit kann negative Folgen haben. Bei welchen Beschwerden Zink helfen kann und wann man vorsichtig sein sollte. VON FRANZISKA MÄNNEL Zu wenig Zink Ein Zinkmangel sollte behoben werden, da sonst häufige Infekte, eine schlechte Wundheilung, Hautekzeme, Probleme des Erinnerungsvermögens, Durchfälle, Haarausfall sowie Appetit-, Geruchs- und Geschmacksverlust auftreten können. Gefährdet sind u. a. Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Resorptionsstörungen des Darms, sehr einseitiger oder zu geringer Nahrungsaufnahme. Da es keinen aussagekräftigen Biomarker für einen Zinkmangel gibt, gilt dieser als erwiesen, wenn sich die Symptome nach der Zinkeinnahme bessern. Zu viel Zink Die empfohlene tägliche Zinkmenge beträgt – bei einer abwechslungsreichen Mischkost – für Frauen ca. 8 mg, für Männer ca. 14 mg. Eine Überdosierung trägt langfristig zu Kupfermangel, Blutarmut, neurologischen Beschwerden und einer veränderten Immunfunktion bei. Gut zu wissen: Auch Zahnpasta, Mundwasser und Haftcremes können ggf. zu einer zu hohen Zinkzufuhr beitragen. 40 | Medizin

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