Gesundheit erlangen - Herbst 2026

Erforscht und entdeckt | 55 Weltweit erstmals Gefäßversorgung in der Brust mit Da-Vinci-OP-Roboter hergestellt Hinter dem Fachbegriff „Anastomosierung“ verbirgt sich die künstliche Verbindung von Blutgefäßen: In der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen gelang dieser anspruchsvolle mikrochirurgische Eingriff jetzt erstmals mithilfe des Da-Vinci-OP-Roboters. Der 39-jährigen Brustkrebspatientin musste zuvor die rechte Brust entfernt werden. Bei dem anschließenden Eingriff für eine Erlanger Pilotstudie wurde aus überschüssigem Fett- und Hautgewebe vom Unterbauch eine neue, natürlich aussehende Brust geformt. Prof. Dr. Andreas Arkudas, Direktor der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Uniklinikums Erlangen, setzte dabei die dafür nötigen mikrochirurgischen Verbindungen der Arterien und Venen weltweit erstmals mit einem Da-Vinci-OP-Roboter um. Dieser bietet dafür mehrere Vorteile: „Die integrierte Kamera mit ihrer hochauflösenden und dreidimensionalen Ansicht macht ein Operationsmikroskop oder -exo- skop überflüssig. Zusätzlich konnten wir in diesem Fall dank der integrierten Indocyaningrün-Bildgebung bereits während der OP die Da-Vinci-OP hilft Brustkrebspatientin erfolgreiche Durchgängigkeit der Gefäßverbindungen überprüfen“, erläutert Prof. Arkudas. „Wir freuen uns sehr, dass der gesamte intra- und postoperative Verlauf bereits bei der Premiere so erfolgreich und komplikationslos war.“ Da es sich bei dem Eingriff um eine Pilotstudie handelte, will die Plastische/Handchirurgie nun größere Fallserien und Vergleichsstudien umsetzen, um strukturierte Trainingsprotokolle für derartige OPs zu entwickeln und den Nutzen und die Grenzen des robotergestützten Verfahrens noch genauer zu bestimmen. Anzeige Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt will Prof. Arkudas weitere roboterassistierte Eingriffe bei Brustrekonstruktionen mit dem Da-Vinci-OP-System umsetzen.

RkJQdWJsaXNoZXIy ODIyMTAw