Gesundheit erlangen - Herbst 2026

56 |Aktiv leben ACHILLESSEHNENREIZUNG Eine chronisch überbeanspruchte Achillessehne meldet sich häufig mit Schmerzen. Warum es ohne Bewegung trotzdem nicht geht und welche Behandlungen am vielversprechendsten sind. VON FRANZISKA MÄNNEL Alarm in der Achillessehne Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. „Sie liebt es, wenn Zug und Kraft auf sie einwirken“, erklärt Dr. Mario Pasurka, Arzt in der Unfallchirurgischen und Orthopädischen Klinik des Uniklinikums Erlangen. Doch ist die Belastung dauerhaft zu groß oder falsch, kann das die Sehne schädigen. Zu wenig oder zu viel „Die häufigsten Gründe für Achillessehnenbeschwerden sind fehlende Belastung und Überlastung“, erklärt Dr. Pasurka. „Eine abgeschwächte und verkürzte Wadenmuskulatur kann deshalb genauso eine Ursache sein wie plötzlicher starker Zug, wie er zum Beispiel beim Fußball oder Tennis auftritt. Das Problem bei diesen Sportarten sind oft die seitlichen Zugkräfte, die nicht dem Verlauf der Sehne folgen. Ist die Person dann schon 40, 50 Jahre alt oder älter, in weniger trainiertem Zustand und hat vielleicht schon degenerative Veränderungen, wird ein Riss der Sehne immer wahrscheinlicher“, erläutert Mario Pasurka. Kontrolliert trainieren Wiederkehrende oder anhaltende Schmerzen sollten deshalb ernst genommen werden. Die gereizte Achillessehne kann sich entzünden, anschwellen oder druckempfindlich sein. Orthopädinnen und Orthopä-

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